„Digitale Überweisung“, ein Pilotprojekt der LSZ

Anfang Februar 2026 startete das innovative Pilotprojekt, die „Digitale Überweisung“ der Landessicherheitszentrale (LSZ) gemeinsam mit der Klinik Oberwart, das die Schnittstelle zwischen der telefonischen Gesundheitsberatung und der Klinikaufnahme grundlegend modernisiert.

Die „Digitale Überweisung“ ermöglicht es der LSZ, Patient*innen nach einer 1450-Gesundheitsberatung direkt in der Klinik Oberwart anzukündigen. Durch die Vorab-Übermittlung medizinischer Informationen, die zuvor von LSZ-Gesundheitsberater*innen erhoben wurden, werden sowohl die medizinische Ersteinschätzung als auch die administrative Aufnahme wesentlich beschleunigt. Denn die behandelnde Ärztin, der behandelnde Arzt kann die vollständige Fallakte unmittelbar einsehen und rascher mit der Diagnose und der Therapie beginnen. „Damit die Daten übermittelt werden, müssen Patientinnen bzw. Patienten dazu ihre Einwilligung erteilen“, erklärt LSZ-Dienststellenleiter Markus Halwax.

Und so funktioniert die „Digitale Überweisung“ 
Erhalten Anrufende im Rahmen eines Gesprächs mit 1450 die Empfehlung, eine burgenländische Klinik aufzusuchen, werden sie gefragt, ob sie der elektronischen Übermittlung der erforderlichen Gesundheitsdaten zustimmen. Sind die Patient*innen damit einverstanden, werden die im Zuge der Beratung erhobenen Daten und Informationen – darunter der aktuelle Gesundheitszustand, Medikation sowie bekannte Allergien – in den Systemen der LSZ strukturiert erfasst. 
Sobald die Daten erfolgreich hinterlegt wurden, erhält der Patient/die Patientin: 

  • eine SMS mit einem persönlichen QR-Code. 
  • Zusätzlich wird ein PIN-Code übermittelt als Alternative für den Fall, dass der QR-Code nicht abrufbar ist oder kein Smartphone zur Verfügung steht.
  • Zudem kann der PIN-Code auch telefonisch übermittelt werden.

„Mit einem dieser Codes meldet sich die betroffene Person direkt an der Anmeldestelle der Klinik an“, erläutert LSZ-Leiter Halwax das Prozedere. Mit dem Vorzeigen des Codes werden die Gesprächsdaten samt medizinischer Ersteinschätzung und Dringlichkeitsbewertung unmittelbar an die Klinik übermittelt und der Fall im System der Klinik angelegt. Das neue Instrument ist disziplinenübergreifend einsetzbar und steht im Rahmen der Pilotphase sämtlichen Fachbereichen der Klinik Oberwart zur Verfügung. „Mit der ,Digitalen Überweisung‘ setzt das Burgenland einen weiteren Schritt in Richtung vernetzter, effizienter und patientenorientierter Gesundheitsversorgung – dort, wo Zeit ein entscheidender Faktor ist. Nach erfolgreicher Pilotphase mit der Klinik Oberwart soll das Projekt auf alle burgenländischen Kliniken ausgeweitet werden“, kündigt Landeshauptmann Hans Peter Doskozil an.

Bereits 16 Patient*innen digital überwiesen 
Für die technische Umsetzung des Projekts zeichnet LSZ-Technik-Leiter Nikolaus Tittler verantwortlich. „Seit dem Start der Pilotphase Anfang Februar haben wir bereits 16 Patientinnen und Patienten digital an die Klinik Oberwart überwiesen. Das zeigt, dass das System in der Praxis funktioniert“, fasst Nikolaus Tittler zusammen. Für die organisatorische Abwicklung innerhalb der Leitstelle zeichnet Mario Promintzer verantwortlich, der gemeinsam mit seinem Team die Integration des neuen Prozesses in die bestehenden Abläufe sichergestellt hat. In der Gesundheit Burgenland war Projektmanager Thomas Pieler für die Umsetzung zuständig.

Pilotprojekt Digitale Überweisung