Enge Zusammenarbeit der Behörden mit dem Wetterdienst vereinbart

LSZ und Geosphere
LSZ und GeoSphere

Eine Katastrophe, eine Krise oder ein Unwetter kündigen sich zumeist schon zuvor an: Genau da setzt die Kooperation zwischen den Behörden, der Landessicherheitszentrale (LSZ) und dem Wetterdienst GeoSphere Austria an.

Im Rahmen einer Informationsveranstaltung zu dem Austrian Multi-Hazard Impact-based Advice Service (AMAS) der GeoSphere Austria wurde die künftige, eng abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Behörde und Wetterdienst im Bereich Krisenmanagement und Katastrophenschutz in der LSZ im Beisein von Landesrat Heinrich Dorner vorgestellt. „Ziel ist es, den steigenden Herausforderungen durch Extremwetterereignisse und deren Auswirkungen noch wirksamer und koordinierter begegnen zu können“, betonte Landesrat Heinrich Dorner. 

Neben Landesrat Heinrich Dorner nahmen seitens der Behörde Vertreter*innen der Abteilung 8 inklusive LSZ, der Abteilung 5, der Bau- und Betriebe Burgenland (BBB) und der GeoSphere Austria teil. „Im Mittelpunkt stand der Austausch über künftige Strukturen und die Weiterentwicklung gemeinsamer Prozesse, um im Ernstfall rasch, zielgerichtet und abgestimmt handeln zu können“, fasst Abteilungsvorstand Werner Karner (Abteilung 8) die Informationsveranstaltung zusammen.

Extremwetterereignisse wie Starkregen, Stürme oder Hitzeperioden nehmen sowohl an Häufigkeit als auch Intensität zu. Damit steigen auch die Anforderungen an Einsatzorganisationen und Behörden. „Eine zentrale Rolle kommt dabei der frühzeitigen Verfügbarkeit präziser meteorologischer Informationen zu. Durch die enge Zusammenarbeit der Behörde mit dem Wetterdienst sollen Prognosen, Warnungen und Lagebilder künftig noch schneller und gezielter in Entscheidungsprozesse einfließen“, beschreibt LSZ-Dienststellenleiter Markus Halwax den Servicedienst und ergänzt: „Dabei werden Experten und Expertinnen unter anderem aus der Landesgeologie, dem Hydrographischen Dienst oder der Gesundheitsabteilung situations- und wetterabhängig in die Erstellung des Lagebildes eingebunden. Diese Lagebilder stellen eine Entscheidungsgrundlage für die Behörden und die Politik dar.“

Ausblick
Ein wesentliches Ergebnis der Veranstaltung ist das klare Bekenntnis aller Beteiligten zu einer intensiveren Vernetzung. Geplant sind unter anderem regelmäßige Abstimmungsformate sowie die Weiterentwicklung gemeinsamer Lage- und Informationssysteme. Dadurch soll sichergestellt werden, dass im Krisenfall alle relevanten Stellen auf einer einheitlichen Informationsbasis agieren.

Landesrat Dorner betonte die Bedeutung dieser Kooperation für die Sicherheit der Burgenländer*innen: “Nur durch abgestimmtes Handeln und die Bündelung von Fachwissen könne den komplexen Herausforderungen wirksam begegnet werden.”

Die Veranstaltung markiert einen wichtigen Schritt hin zu einem noch resilienteren Krisenmanagement. „Die enge Zusammenarbeit zwischen Behörde und Wetterdienst bildet dabei eine zentrale Grundlage, um zukünftige Extremwetterereignisse bestmöglich zu bewältigen und deren Auswirkungen zu minimieren“, fasst Claus Paar, zuständig für den Katastrophenschutz und das Krisenmanagement in der Abteilung 8, zusammen.