Denn, wenn es um die Sicherheit am Neusiedler See geht, arbeiten die LSZ und die Wasserpolizeikontrollorgane eng zusammen. Während die einen die Einsatzkräfte alarmieren, arbeiten die anderen die Rettung bzw. den Einsatz ab. Die Wasserpolizeikontrollorgane am Neusiedler See sorgen für die Sicherheit, Ordnung und Einhaltung von Vorschriften auf Wasserstraßen und Seen. Dazu gehören unter anderem Kontrollen der Geschwindigkeit, Abstände und Ausrüstung, die Überprüfung von Dokumenten, wie Führerscheinen und Zulassungen, die technische Überprüfung, aber auch Alkoholkontrollen bei Bootsführern oder die Überprüfung von Rettungsmitteln.
Und wie das Zusammenspiel zwischen LSZ und „Wasserpolizei“ funktioniert, konnten die Wasserpolizeikontrollorgane, die gerade ihre Grundausbildung absolvieren, bei ihrem Besuch in der LSZ-Leitstelle kennenlernen. „Bei Menschenrettungen arbeiten wir operativ sehr eng mit den Wasserpolizeikontrollorganen zusammen. Zudem sind wir für das Funknetz im Burgenland, welches die Wasserpolizei nutzt, zuständig, aber auch für die Webcams am See – auch sie werden von der Polizei genutzt“, fassen LSZ-Leitstellenleiter Mario Promintzer und LSZ-Technikleiter Nikolaus Tittler die Synergien zusammen.
Wolfgang Möstl und Marco Grasz – sie durchlaufen gerade die achtwöchige Grundausbildung zum Wasserpolizeikontrollorgan - verschafften sich gemeinsam mit Werner Schneider (Landespolizeidirektion – Ausbildungsleiter) einen Einblick in die tägliche Arbeit der LSZ. „Wir als LSZ konnten einen Einblick in unsere tägliche Arbeit geben, vom Absetzen eines Notrufs bis hin zur Alarmierung der Einsatzkräfte und der Abarbeitung des Einsatzes“, stellt LSZ-Dienststellenleiter Markus Halwax fest, „uns als Landessicherheitszentrale geht es dabei darum, ein Verständnis zu schaffen, wie etwa die Wetter- und Sturmwarnung am Neusiedler See, dem Einsatzgebiet der Wasserkontrollorgane, abläuft.“
Perfektes Zusammenspiel wichtig
„Bei Notfällen auf Gewässern wie dem Neusiedler See ist es entscheidend, dass rasch und effizient gehandelt wird. Eine perfekte Abstimmung zwischen den Wasserpolizeikontrollorganen und der Landessicherheitszentrale ist dabei das A und O. Daher ist es auch absolut zu begrüßen, dass angehende Mitarbeiter der Wasserpolizei bereits in ihrer Grundausbildung einen profunden Einblick in die Arbeit der LSZ bekommen. Damit wird die Zusammenarbeit noch weiter professionalisiert – ein ganz wesentlicher Aspekt bei der Rettung von Menschen, wo es oft auf jede Sekunde ankommt“, betont Landesrat Heinrich Dorner im Zuge des Treffens mit den auszubildenden Wasserpolizisten in der LSZ.
Unabhängig voneinander sind LSZ und Wasserpolizei 365 Tage im Jahr einsatzbereit. Die derzeit 20 aktiven Wasserpolizeikontrollorgane sind jeweils von 1. Mai bis 30. September täglich mit dem Boot auf Streife– vorher und nachher nach Bedarf. Stationiert sind die Polizeieinsatzboote in Podersdorf am See und Mörbisch am See.
„Ich bin stolz, dass wir als LSZ Teil der Grundausbildung sind“, betont Markus Halwax.

