Das Tätigkeitsfeld der Techniker der Landessicherheitszentrale (LSZ) fällt unter die Arbeit der Industriekletterer. Denn, um für ein störungsfreies Funktionieren der Antennenanlagen zu sorgen, müssen sie oftmals in schwindelerregenden Höhen ihre Arbeit an den Anlagen verrichten. Burgenlandweit gibt es derzeit 67 derartige Anlagen, die gewartet und instandgehalten werden müssen.
„Da die Techniker unter das Berufsfeld der Industriekletterer fallen, sind für sie jährliche Trainings, die oft als Wiederholungsunterweisung oder Refresher bezeichnet werden, gesetzlich vorgeschrieben, um die Gültigkeit der Zertifikate der Mitarbeitenden aufrecht zu erhalten und die Arbeitssicherheit zu gewährleisten“, betont LSZ-Dienststellenleiter Markus Halwax. Ein derartiges Training, das in der Regel einen Tag lang dauert und sowohl theoretische als auch praktische Inhalte umfasst, fand vor kurzem bei der Antennenanlage im Bezirk Eisenstadt-Umgebung statt.
Gesetzlich vorgeschriebene Klettertrainings
Neben LSZ-Technik-Leiter Nikolaus Tittler nahmen Wolfgang Oberger, Christoph Teuschl, Matthias Brezlanovits, Martin Grafl, Julian Haller, Dominik Stiglitz-Wallner, Michael Roman Schöll und Franz Weinreich an dem diesjährigen Training teil, bei dem intensives Üben von Rettungsszenarien, einschließlich dem Abseilen und Ablassen eines verunfallten Kollegen im Vordergrund standen. Weitere Schwerpunkte waren unter anderem die Auffrischung des Seilzugangs- und der Positionierungstechnik, die PSA-Überprüfung, sprich die Kontrolle und Pflege der persönlichen Schutzausbildung gegen Absturz auf Verschleiß und Schäden. Zudem standen auf dem Trainingslehrplan ein Theorie-Update, das sich aus der Vermittlung neuer Normen, Regelwerken, gesetzlicher Bestimmungen und Sicherheitsvorschriften zusammensetzte. Aber auch Knotenkurse und Anschlagtechniken bildeten einen Teil des Trainings. Weiters erhielten die Teilnehmer eine Einführung in die Baustellenorganisation, wie der Auswahl von Ankerpunkten und Seilschutz.
„Im Rahmen der eintägigen Höhenausbildung trainieren wir unter fachkundiger Leitung den Umgang mit der persönlichen Schutzausbildung, aber auch die Höhenrettung – sollte einmal ein Kollege bei seinem Einsatz verletzt werden oder verunfallen“, fasst LSZ-Technikleiter den Ausbildungstag zusammen.








