Die Landessicherheitszentrale (LSZ) und die Krisenintervention Burgenland des Roten Kreuzes arbeiten eng zusammen und stehen im Einsatz für den Menschen. „Die enge Kooperation zwischen der Landessicherheitszentrale und der Krisenintervention stellt einen unverzichtbaren Bestandteil der psychosozialen Notfallversorgung im Burgenland dar“, betont LSZ-Dienststellenleiter Markus Halwax.
Plötzlicher Todesfall, Suizid, schwere Unfälle mit Todesopfern oder Gewalt benötigen professionelle Unterstützung, die die Krisenintervention Burgenland des Roten Kreuzes auch leistet. Wenn ein Einsatz der KIB erforderlich ist, alarmiert die LSZ das Kriseninterventions-Team rund um KI-B-Leiterin Gaby Schwarz. „Die verlässliche und professionelle Zusammenarbeit unserer Rotkreuz-Krisenintervention mit der LSZ ist ein wichtiger Baustein, um Menschen in Ausnahmesituationen rasch und einfühlsam zu helfen“, erläutert Gaby Schwarz.
Einsätze der KI-B
Alleine im vergangenen Jahr rückte das Team der Krisenintervention zu mehr als 220 Einsätzen aus, bei denen mehr als 900 Personen betreut werden mussten. Steigende Einsatzzahlen belegen die Notwendigkeit und Wichtigkeit sowohl der KIB als auch der LSZ. Sie sind ein Beleg dafür, dass nach belastenden Ereignissen professionelle Unterstützung benötigt wird. In derartigen Fällen alarmiert die LSZ die KI-B.
Das Team der Krisenintervention des Roten Kreuzes
Die 111 Mitarbeiter*innen der KIB, ehrenamtiche Mitarbeiter*innen, bieten menschliche Nähe, Stabilisierung und Orientierung in Momenten, in denen das Leben für viele Betroffene stillzustehen scheint. Die speziell ausgebildeten Mitarbeiter*innen der KI-B begleiten Menschen in den ersten Stunden nach dem Ereignis, helfen bei der emotionalen Verarbeitung und vermitteln weiterführende Unterstützungsangebote. Dürfte sich die Krisenintervention etwas wünschen, dann einen Ausbau der Akutversorgung. „Oftmals benötigen die Betroffenen weiter Hilfe und Unterstützung. Die Wartezeit für eine weitere Unterstützung im niedergelassenen Therapiebereich – Psychiatern, Psychotherapeuten etc. – ist oftmals lange. Hier wäre ein Akutteam, angesiedelt im Psychosozialen Dienst, als Überbrückung bis zur Therapie wünschenswert“, erklären Gaby Schwarz und Carina Prawitsch von der Krisenintervention des Roten Kreuzes.
Ausbau einer effizienten Zusammenarbeit
Damit im Krisenfall noch schneller gehandelt werden kann, könnten Abläufe zwischen Alarmierung durch die LSZ und Einsatz der Krisenintervention optimiert oder noch effizienter gestaltet werden, um noch schneller bei den Klient*innen zu sein.
Dazu stimmten sich Fachbereichsreferent Michael Steiger mit der Leitung der Krisenintervention im Rahmen der Präsentation von Kennzahlen und bereits im Rettungsdienst etablierter Vorgehensweisen ab. Die Krisenintervention steht einem Pilotprojekt diesbezüglich positiv gegenüber, weshalb weitere Gespräche und Abstimmungen im laufenden Jahr passieren, um die Burgenländer*innen noch rascher und effizienter zu versorgen.

